Karostar - Musikhaus St. Pauli - Büros, Läden und Tonstudios für junge Unternehmen aus der Musikbranche.
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Sie ziehen ins Karostar
St. Pauli: Für das neue Zentrum für Existenzgründer aus der Musikbranche gibt es bereits lange Wartelisten.
Es ist die neue Heimat der Stars und Sternchen der Musikbranche - und dabei selbst bereits ein Star: das Karostar, das neue Musikhaus auf St. Pauli. Obwohl sich das Gründungszentrum für Unternehmen aus der Szene wie Plattenlabel, Tontechniker und Musikproduzenten noch mitten im Bau befindet, gibt es bereits lange Wartelisten für die Gewerbeflächen. "Wir werden mit Anfragen überschwemmt", sagt Kurt Reinken, Projektleiter bei der Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft Hamburg GmbH (Steg), die das Karostar baut. Allein für die drei Tonstudios haben sich 25 Unternehmen beworben, für die 33 Büros doppelt so viele. "Und täglich kommen neue Anfragen", so Reinken, der die Bewerber auswählt. Sein Credo: Die Mischung muß stimmen. "Wir wollen die ganze Bandbreite abdecken. Angefangen vom Künstler über das Label bis hin zum Grafiker."
Die ersten Mieter stehen bereits fest - und sind begeistert. "Das ist eine Riesenchance", sagt Nils Wülker (27), der eines der Tonstudios übernimmt. "Die finanziellen Vorteile sind enorm." Denn die Mieten im Karostar liegen zwischen 5,50 Euro und 6,50 Euro pro Quadratmeter für Büros, neun Euro für Läden. Der Vorteil: "Die Einheiten beginnen schon bei 15 Quadratmetern", so Reinken. "Mehr Platz brauchen viele Existenzgründer nicht." Und: Konferenzraum, Küche und Kopierer können von allen genutzt werden. "Im Moment zahle ich für 50 Quadratmeter das gleiche wie im Karostar für 90 Quadratmeter", sagt Mieter Marcus Wiebusch. Der 36jährige ist Gründer und Geschäftsführer der Plattenfirma Grand Hotel van Cleef.
Die neuen Mieter erhoffen sich jedoch nicht nur eine Kostenreduktion, sondern auch Synergieeffekte. "Wir wollen ein Netzwerk aufbauen, uns gegenseitig Kunden liefern", sagt Arnd Niemeyer (29). Der Geschäftsführer von Digital Audio Service hat sich auf die Beratung, Installation und Wartung im Bereich Musikgeräte spezialisiert - Geräte wie sie im Studio von Nils Wülker stehen. "Das Prinzip ist genial. Hier gibt es alles unter einem Dach", sagt Fotografin Christiane Stephan (37). Genial - und fast einzigartig. "In Norddeutschland gibt es nichts Vergleichbares", sagt Reinken, der die Idee für das Projekt hatte, nachdem Universal Music nach Berlin abgewandert war. "Wir wollten was für die Musiker in Hamburg tun." Der 2500 Quadratmeter große Bau neben der alten Rinderschlachthalle kostet 5,4 Millionen Euro - zwei Millionen sind Fördergeld, den Rest finanziert die Steg über Banken.
In zwei Wochen ist Richtfest, im Dezember Einweihung des Karostar - des neuen Stars von St. Pauli.
nik
Hamburger Abendblatt,
erschienen am 3. Juni 2005 in Hamburg
Karostar - Musikhaus St. Pauli - Ein Projekt der STEG Hamburg - Kontakt: +49 (40) 43 13 93 - 0
http://www.karostar.de/Newsarchiv/musikhaus-stpauli.html
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