Karostar Musikhaus Ornament

Karostar - Musikhaus St. Pauli - Büros, Läden und Tonstudios für junge Unternehmen aus der Musikbranche.


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In dieser Baustelle ist Musik drin

T. ANDRE

Gunter Buskies (31) will in einem Jahr in die 140 Quadratmeter Bürofläche im Herzen St. Paulis einziehen. Im Karolinenviertel neben der alten Rinderschlachthalle baut die Stadtentwicklungsgesellschaft (Steg) das "Karostar Musikhaus". Heute legt Bürgermeister Ole von Beust den Grundstein. Am 6. Dezember 2005 ist Eröffnung. Buskies, Chef des Independent-Labels "Tapete Records" betrachtet den Bau mit gemischten Gefühlen.

Seit Jahren leckt sich der Musikstandort Hamburg die Wunden, die der Weggang von MTV, Universal Music und der Echo-Preisverleihung hinterließ. Jetzt will die Stadt etwas für die Musikindustrie tun. Im "Karostar" sollen Existenzgründer aus der Musikindustrie eine Chance bekommen: Verlage, Label, Produzenten oder Booking-Agenturen - bei günstigen Mieten. "Die Stadt musste ein Zeichen setzen", meint auch Buskies und meint ein Bekenntnis zum Musikstandort Hamburg. Doch er ist auch skeptisch: "In Hamburg gibt es viel leer stehende Bürohäuser. Man hätte kein Neues bauen müssen."

Kurt Reinken von der Steg sieht das anders. Ein Teil der Musikbranche konzentriere sich auf St. Pauli. Geeigneter Büroraum für Großprojekte sei rar. "Es sollte ein Zentrum sein, das Austausch möglich macht und als Keimzelle wirkt", sagt Reiken und ergänzt: "Wers geschafft hat, zieht eh woanders hin." Deswegen dürfen Gründer auch maximal fünf Jahre im Musikhaus bleiben - mit monatlicher Kündigungsoption.

Kosten wird das Vorhaben 5,4 Millionen Euro. Eine Million Euro kommt von der EU, aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), eine weitere Million schießt die Wirtschaftsbehörde zu. Der Rest wird durch Kredite finanziert. Buskies: "Das ist viel Geld - das aber auch für eine andere Art Musikförderung verwendet werden könnte." Buskies ist kritisch. "Ich glaube nicht, dass sich die Büros nur durch Junggründer füllen lassen." Reinken sieht da aber keine Probleme. Er will zunächst 50 Arbeitsplätze sichern. "In drei Jahren wollen wir dann 50 neue geschaffen haben."

Ressort: /nachrichten/hamburg/panorama

Hamburger Morgenpost,
www.mopo.de - Artikel vom 10.12.2004



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Karostar - Musikhaus St. Pauli - Ein Projekt der STEG Hamburg - Kontakt: +49 (40) 43 13 93 - 0
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