Karostar - Musikhaus St. Pauli - Büros, Läden und Tonstudios für junge Unternehmen aus der Musikbranche.
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Musikhaus Karostar - ein gute Idee
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Hamburg - Die Idee ist gut, doch die Welt noch nicht bereit", proklamiert die Hamburger Band Tocotronic. Doch dass es durchaus Ideen gibt, auf die zwar nicht die Welt, aber auf jeden Fall Hamburg gewartet hat, zeigt das Erfolgsprojekt Karostar.
In dem Musikgründerzentrum, das im Februar 2005 eröffnet wurde, wirken Label-Macher, Booking-Agenturen, Produktionsfirmen und weitere Musik-affine Kreative auf 2500 Quadratmetern mitten im Szene-Herzen der Hansestadt. Für die Initiative "Deutschland - Land der Ideen" Grund genug, den roten Riegel am Neuen Kamp zum "Ausgewählten Ort 2007" zu küren. Damit ist der Karostar eines von 365 innovativen Vorbildern im Lande, das nach Ansicht des Schirmherrn, Bundespräsident Horst Köhler, "Neugier und Experimentieren" ermöglicht, "ohne Altes auszugrenzen".
Bevor Projektleiter Kurt Reinken die Auszeichnung - eine Plexiglas-Stele mit schwarzer, roter und gelber Blume - entgegennahm, zog er eine positive Bilanz der Startphase: "Wir haben Baukosten und Zeitplan zu hundert Prozent eingehalten, die niedrigen Mieten werden konstant bleiben, und zahlreiche Bewerber stehen auf der Warteliste."
Auch Gereon Klug vom ortsansässigen Laden Hanseplatte, der von Heidi Kabel bis Kante Tonträger lokaler Musiker anbietet, ist mit der Anfangszeit zufrieden: "Wir haben uns in der heimischen Szene etabliert und ziehen auch viele Gäste von außerhalb an." Die Konzerte, die bisher in dem Geschäft zwischen Plattenkisten und Band-T-Shirts stattfinden, würde Klug gern auf den Holzplatz ausweiten, der beim Karostar entstanden ist. Auch Rainer Hanus, Medienexperte der Wirtschaftsbehörde, die das Haus mit fördert, sprach sich für eine Open-Air-Bespielung aus und forderte einen Dialog mit der Nachbarschaft über etwaige Lärmbelästigung.
In diesem Zusammenhang verwies Neumieter Jan Henne de Djin auf den Multiplikator-Effekt, den der Karostar für den Kreativstandort Hamburg hat. "Dieser Ort ist extrem urban, extrem transparent und extrem heterogen", sagte der ehemalige Geschäftsführer der Hamburg Media School. Mit seinem Projekt "Frisch vom Frisör" will er eine Online-Plattform für Musikfans aufbauen, die im Karostar ihre Basis hat. In einem der drei Ladenlokale soll ein TV-Studio installiert werden, in dem Talente erste Videospots drehen können. Und für die Zukunft wünschte sich Mieterin und Agenturchefin Gesa Birnkraut, dass die Synergien im Haus noch stärker zu einem "creative cluster" zusammenwachsen. Kann ja noch kommen. Denn, so Michael Trepper von der Deutschen Bank, die das "Land der Ideen" unterstützt: "Karostar ist eine Idee, in der viel Musik ist."
HAMBURGER ABENDBLATT - erschienen am 23. August 2007
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Karostar - Musikhaus St. Pauli - Ein Projekt der STEG Hamburg - Kontakt: +49 (40) 43 13 93 - 0
http://www.karostar.de/Newsarchiv/Musikhaus-Karostar-gute-Idee.html
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